1001 Nacht

Tausendundeine Nacht – Das Buch der Liebe

In den vergangenen vier Jahren habe ich an einem neuen Tausendundeine Nacht-Band gearbeitet und wurde dabei von zwei wunderbaren Freundesgruppen unterstützt, mit denen ich regelmäßige Probelesungen aus den handschriftlichen Manuskripten der Übersetzung in der Schweiz und Beedenbostel abhalten konnte. Vielen Dank für alle Hilfe, das geduldige Zuhören, die konstruktive Kritik, und vielen Dank an Barbara Twisselmann für die wunderbaren handgebundenen Blankobücher, in die ich meine Übersetzung schreiben durfte!

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Vorfreude auf das übernächste Buch

Liebe Freundinnen und Freunde der arabischen Literatur!

Zusammen mit dem Bremer Sujet Verlag und unterstützt vom Deutschen Übersetzerfonds plane ich zur Zeit das Projekt „Monddamen“, die Übersetzung des Romans Sayyidât al-Qamar der omanischen Autorin Jokha Alharthi.
Sayyidât al-Qamar ist ein großangelegter Familienroman, in dem über drei Generationen die Schicksale der Familien eines Stammverbands in einem (fiktiven) omanischen Dorf erzählt und zugleich die Begleiterscheiungen der
Transfomation Omans vom Wüstenland zum modernen, international vernetzten Staat am Golf beleuchtet werden.

Die omanische Autorin Jokha Alharthi, geboren 1978, wuchs in einer Oase in der omanischen Wüste als Abkömmling einer Dichterfamilie auf. Noch ihr Großvater war ein traditioneller Stammesdichter, dessen Gedichte rein mündlich komponiert und konserviert waren; erst seine Enkeltochter, die eine akademische Ausbildung in Großbritannien genoss, sammelte diese Gedichte für eine Druckfassung. Dieses kleine Detail wirft ein Licht auf die gesamte Entwicklung, die der Roman nachzeichnet.

Sayyidât al-Qamar ist ein ein Roman in zahlreichen Abschnitten aus jeweils wechselnder Perspektive. Schon der Titel, wörtlich „Herrinnen des Mondes“, zeigt, dass hier weibliche Blicke im Vordergrund stehen. Jedoch ist Sayyidât
al-Qamar kein feministisches Buch, vielmehr zeichnet es einfühlsam die verschiedenen Arten der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Lebens und seiner Umbrüche nach, in denen sich die Frauen der Familie behaupten.
Die Zeitung TIME erläuterte dazu: “Celestial Bodies is strongest in its exploration of how the changes in
Oman affect women: within one generation, they are exposed to ideas from abroad and start moving away from cloistered, rural life. But Alharthi, who began writing the novel while homesick in Edinburgh as
she completed her Ph.D. in classical Arabic literature, pushes past stereotypical narratives of Muslim women defying patriarchy, instead illustrating the difficulties of balancing tradition and newfound freedoms. It’s a
tale that perhaps could have been written only in a strange new place itself.” (TIME vom 21.10.2019)

Der Roman Sayyidât al-Qamar und seine englische Übesetzung Celestial Bodies
von Marilyn Booth wurden 2019 mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet.

Hier ein Kurzfilm zu unserem Übersetzungsprojekt, den Majid Mohit, der Verleger des Sujet-Verlags, in meiner Werkstatt aufgezeichnet hat.

Ich freue mich auf die Übersetzungsarbeit, aber vorher wird der aktuelle Tausendundeine Nacht-Band fertig sein! Vorfreude erlaubt!

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#einklang mit dem IBTAHIDSCH Ensemble

Als Ersatz für einen Festivalauftritt hat unser arabisches Ensemble dieses Video aufgenommen, in dem auch ein kurzer Vortrag zur Geschichte des Ensembles und zu einer geheimnisvollen Liederhandschrift steckt… viel Spaß beim Gucken und Lauschen!

https://kirchengemeinde-westercelle.de/kirchenmusik/einklang/

oder hier:

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al-Mashaa / Wanderer zwischen den Welten

Der arabische Fernsehsender al-Jazeera veranstaltet eine interessante Sendereihe zum Thema Übersetzungen mit jeweils zwei Studiogästen je Sprachenpaar. Für die arabisch-deutsche Folge waren Ibrahim Abu Hashhash aus Jordanien und ich eingeladen; hier sehen Sie bzw. seht Ihr, was herausgekommen ist.

https://www.aljazeera.net/program/almashaa
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Japanisch-Arabisch: Ein Zwiegespräch

Schon lange hatte der Literatursalon Hannover eine Begegnung zweier literarischer Übersetzerinnen als eine Art öffentliche Talkshow geplant; sie mutierte aufgrund der aktuellen Krise zu einer Online-Aufzeichnung. Der Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass auch Sie und Ihr alle diesen Podcast jetzt hören können. Er enthält ein anderthalbstündiges moderiertes Gespräch mit der Japanischübersetzerin Ursula Gräfe (Haruki Murakami u.a.) und mir. Ich fand das Gespräch sehr interessant und bereichernd, besonders weil ich zuvor in einer Art Leserausch die gesamten, höchst spannenden „Chroniken des Aufziehvogels“ in der Übersetzung meiner Kollegin gelesen hatte und sie sehr herzlich weiterempfehlen kann!

Hier klicken, um die Sendung im Podcast des Literatursalons Hannover zu hören

AUDIO: Die Übersetzerinnen Claudia Ott + Ursula Gräfe im Gespräch mit  Salon-Moderator Matthias Vogel - YouTube

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Vom literarischen Hühnerhof

DAS!: Die Übersetzung von "1001 Nacht" - echte Detektivarbeit | ARD  Mediathek

Ein kurzer Beitrag über 1001 Nacht und das IBTAHISCH Ensemble – viel Spaß beim Schauen! Zur ARD-Mediathek

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Zehnseitenlesung

In einem kleinen Studio in München werden ab und zu Kurzlesungen aktueller Literatur aufgezeichnet. Hier ist die Zehnseitenlesung zu Tausendundeine Nacht – Das glückliche Ende!

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20. März 2020: Der Welt-Geschichten-Tag

Heute ist der Welt-Geschichten-Tag, an dem die Kunst des Erzählens gefeiert wird. Was für ein gespenstischer Feiertag heuer für alle, die vom Ausdenken, Aufschreiben, Überliefern, Verbreiten und Erzählen, vom Aufführen, Vorlesen, Zuhören und Zuhörenlassen von Geschichten leben! Mögen sie alle gut behütet bleiben und ihre Geschichten im Herzen bewahren, wo sie für bessere Zeiten keimen und austreiben sollen!

Eines der schönsten (und längsten) Gedichte aus Tausendundeine Nacht enthält die Verse:

Ich dachte, dass mein festes Haus
Bleibt ewig fest und stürzt nie ein.

Doch nun ist öd und leer der Ort,
Kein Mensch kennt diese Wüstenei’n.

Das Leben rennt wie die Gazell‘
Mit den schwarz-weißen Äugelein.

(Tausendundeine Nacht, nach der ältesten arabischen Handschrift in der Edition von Muhsin Mahdi erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott. München: Verlag C.H.Beck 2004, S. 360.) Das Gedicht beginnt schon S. 357 mit dem Vers „Bei seiner Stirne hellem Schein / Und seiner Rosenwange: Nein!“ und steht im arabischen Metrum Radschas. Viel Spaß beim Nachlesen!

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Zurück aus dem Dschinnenturm

 

Von April bis Juni 2019 hatte ich die schöne Gelegenheit, auf Einladung der Jakob und Emma Windler Stiftung in einem alten Stadtwehrturm in Stein am Rhein zu wohnen und zu arbeiten. Auf dem Foto hat sich meine „Übersetzerwerkstatt“ versammelt, mit der ich jede Woche die aktuelle Rohübersetzung aus Tausendundeine Nacht redigierte. Danke an alle, die dabei waren und mir und uns allen die Zeit unvergesslich werden ließen!

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IBTAHIDSCH Ensemble mit neuem Programm

Das IBTAHIDSCH Ensemble hat ein neues Programm! „Wer den Falken nicht kennt…“ ist ein musikalischer und literarischer Spaziergang durch die arabische Kultur. Zuletzt aufgeführt in Hildesheim und Celle: Postkarte_Falke

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