1001 Nacht

20. März 2020: Der Welt-Geschichten-Tag

Heute ist der Welt-Geschichten-Tag, an dem die Kunst des Erzählens gefeiert wird. Was für ein gespenstischer Feiertag heuer für alle, die vom Ausdenken, Aufschreiben, Überliefern, Verbreiten und Erzählen, vom Aufführen, Vorlesen, Zuhören und Zuhörenlassen von Geschichten leben! Mögen sie alle gut behütet bleiben und ihre Geschichten im Herzen bewahren, wo sie für bessere Zeiten keimen und austreiben sollen!

Eines der schönsten (und längsten) Gedichte aus Tausendundeine Nacht enthält die Verse:

Ich dachte, dass mein festes Haus
Bleibt ewig fest und stürzt nie ein.

Doch nun ist öd und leer der Ort,
Kein Mensch kennt diese Wüstenei’n.

Das Leben rennt wie die Gazell‘
Mit den schwarz-weißen Äugelein.

(Tausendundeine Nacht, nach der ältesten arabischen Handschrift in der Edition von Muhsin Mahdi erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott. München: Verlag C.H.Beck 2004, S. 360.) Das Gedicht beginnt schon S. 357 mit dem Vers „Bei seiner Stirne hellem Schein / Und seiner Rosenwange: Nein!“ und steht im arabischen Metrum Radschas. Viel Spaß beim Nachlesen!

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Zurück aus dem Dschinnenturm

 

Von April bis Juni 2019 hatte ich die schöne Gelegenheit, auf Einladung der Jakob und Emma Windler Stiftung in einem alten Stadtwehrturm in Stein am Rhein zu wohnen und zu arbeiten. Auf dem Foto hat sich meine „Übersetzerwerkstatt“ versammelt, mit der ich jede Woche die aktuelle Rohübersetzung aus Tausendundeine Nacht redigierte. Danke an alle, die dabei waren und mir und uns allen die Zeit unvergesslich werden ließen!

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IBTAHIDSCH Ensemble mit neuem Programm

Das IBTAHIDSCH Ensemble hat ein neues Programm! „Wer den Falken nicht kennt…“ ist ein musikalischer und literarischer Spaziergang durch die arabische Kultur. Zuletzt aufgeführt in Hildesheim und Celle: Postkarte_Falke

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Erste arabische Lesestücke

Am Freitag, dem 13. erscheinen die „Ersten arabischen Lesestücke“ bei dtv. Das zweisprachige Buch habe ich zusammen mit meinen Freunden Antje Lenora, Salim Alafenisch und Zuheir Elia gemacht. Lektorin war Beatrice Heiber, Herstellerin Monika Köhler und Setzerin Hildegard Fuchs. Vielen Dank allen für die tolle Zusammenarbeit!

Das Büchlein richtet sich an alle, die mit dem Arabischen als Fremdsprache zu tun haben und erste originalsprachliche Texte in ihrem literarischen Kontext kennenlernen möchten. Unsere Auswahl konzentriert sich auf „Geflügelte Worte“ – Sprichwörter, Gedichtverse oder Redensarten, die häufig zitiert werden und in der arabischen Konversation von besonderem Wert sind. Ausgewählte Texte aus der älteren arabischen Literatur werden mit längeren Zitaten vorgestellt und jeweils durch einen kurzen Einführungstext eingeleitet. Zusätzlich haben die Autoren Salim Alafenisch und Zuheir Elia einige Texte speziell für unser Buch geschrieben. Kochrezepte, Witze und ein Lied in Notenschrift runden die Auswahl ab.

Mit der Transkription wollen wir die Lektüre der Texte erleichtern. Deshalb erscheint der Text sowohl in arabischer Schrift als auch in wissenschaftlicher Transkription auf einen Blick. Zum Erkennen und Üben der arabischen Schrift können auch die zwölf Kalligraphien dienen, die exklusiv für unser Buch geschrieben wurden. Der Kalligraph Zuheir Elia hat darin die jeweils nebenstehenden Sprichwörter künstlerisch gestaltet.

Wir freuen uns, wenn die Texte auch in Schulen mit Willkommensklassen, Sprachlernklassen bzw. mehrsprachigen Unterrichtsformen sowie im akademischen Arabischunterricht eingesetzt werden. Ebenso möchten wir arabische Muttersprachler einladen, die Texte zum Deutschlernen zu verwenden und dazu, ihren deutschen Gesprächspartnern die Vielfalt und Schönheit der arabischen Literatur und Kultur vorzustellen. Gerade in der derzeitigen unruhigen politischen Situation möchten wir so einen kleinen und unbeschwerten Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion und zum Brückenbau zwischen den Kulturen und Literaturen leisten.

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Yüzbir gece

Im Istanbuler Ayrıntı-Verlag – dem mit dem Dinosaurier im Logo – erschien Anfang März  „Yüzbir gece masallari“ („Geschichten aus 101 Nacht“) als 1001. Buch zum 30. Jubiläum des Verlags. Auch Dinosaurier sind mal jung. Die Übersetzung von Hüseyin Tüzün wurde durch den Arabisten Ibrahim Günaydın mit dem Original abgeglichen. Ich freue mich sehr über das neue Buch und wünsche ihm und dem Verlag viel Glück!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Link zur Sendung im Kulturradio

Die Sendung „Im Gespräch“ mit Kirsten Dietrich und Claudia Ott können Sie noch bis zum 17.10.2017 online nachhören auf kulturradio.de.

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„Landchor mit internationalem Renommée“

Dieses Foto zeigt den Martinschor Beedenbostel in der Kirche San Antonio de Los Alemanes in Madrid, wo wir im September 2016 ein Konzert geben durften. Zuvor waren wir für drei Tage (und zwei Konzerte) in Málaga, wo die dortige deutsche Zeitung titelte: „30köpfiger Landchor mit internationalem Renommée“. Das hat den Chor sehr gefreut!

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Claudia Ott liest aus „Tausendundeine Nacht – Das glückliche Ende“

Auf Wunsch des Verlages habe ich eine Zehnseitenlesung aufgenommen. Viel Spaß beim Anschauen auf www.zehnseiten.de! Den Link habe ich aus Datenschutzgründen entfernt.

 

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101 Nacht ist „Print Star 2013“!

vorzugsausgabeAm 16. Oktober wurde die Luxusausgabe von 101 Nacht beim „Innovationspreis der deutschen Druckindustrie“ mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und darf sich jetzt als „Print Star 2013“ in ihrem  orientalischen Lesepult-Samtschuber wohlfühlen. Mehr dazu auf der Webseite der Druckerei Kösel.

 

 

 

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101 Nacht in Kairo

IMG_0178IMG_0201Auf Einladung des Goethe Instituts war die 101 Nacht zum ersten Mal in einem arabischen Land zu Gast! Die Lesung unter Beteiligung des Abdo Dagher Ensembles sowie von Gamal al-Ghitany als Moderator und Tarik Bary als Übersetzer fand in dem wunderbar restaurierten Altstadtpalast Beit as-Suheimi statt. Das Goethe-Institut berichtete im Anschluss ausführlich. Lesen! Die äußeren Umstände, unter denen die Veranstaltung stattfand, waren allerdings weniger schön. Es war der 11.2., der zweite Jahrestag des Mubarak-Rücktritts, und entsprechend angespannt war die Stimmung. Einige Zuschauer wagten nicht zu kommen, andere blieben im Stau stecken oder kehrten wieder um. Insgesamt war die Stimmung unter den Intellektuellen in Kairo, aber auch bei allen anderen Menschen, die ich getroffen habe, ziemlich deprimiert und wenig optimistisch. Dennoch war es überwältigend, wie viel Sympathie mir entgegenschlug und wie viel aufrichtige Dankbarkeit dafür, dass ich „den Arabern ihre eigene Literatur zurückbringe“, wie mir allerorten gesagt wurde.

 

 

 

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